Verhaltenstherapie



Wann Kann Psychotherapie helfen?

  • wenn das Verhaltern oder die Stimmung von Kindern und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum Anlass zur Sorge geben,

  • massive Lernprobleme in der Schule oder

  • starke andauernde Konflikte im sozialen Umfeld auftreten,

  • sozialer Rückzug oder Traurigkeit oder massive Ängste vorherrschen,

  • Entwicklungsbeeinträchtigungen sichtbar werden,

  • oder aber auch eine plötzliche, erhebliche Verhaltensänderung des Kindes auftritt, die in solchem Ausmaß zuvor nicht bestanden hat sichtbar wird.



Führen diese Auffälligkeiten zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung oder zu großer Sorge kann dies ein Anzeichen für eine psychische Beeinträchtigung sein.

Ob es sich bei Ihrem Kind um eine krankheitswertige Störung handelt oder nicht kann meist in den ersten Gesprächsterminen geklärt werden.




WAS IST VERHALTENSTHERAPIE?

 

  • Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode, die auf eine Veränderung eines gegenwärtigen problematischen Verhaltens oder Leidenszustand abzielt.
  • Nach einer ausführlichen Diagnostik der Störung stehen die konkreten Krankheitssymptome im Vordergrund und werden hinsichtlich ihrer Auftretenshäufigkeit und Intensität genauer betrachtet, auslösende Ereignisse werden erfasst und aufrechterhaltende Bedingungen herausgearbeitet. 
  • Als ziel- und handlungsorientiertes Verfahren werden in der Verhaltenstherapie gemeinsam mit allen Beteiligten spezielle Verhaltensziele erarbeitet und in spielerischer Form übend umgesetzt.
  • Wichtig ist dabei eine größtmögliche Transparenz – alle Aspekte des therapeutischen Vorgehens werden den Kindern und Jugendlichen verständlich erklärt und sollen für alle Beteiligten nachvollziehbar und sinnvoll sein.
  • Am Ende des Prozesses steht neben der dauerhaften Verbesserung der Probleme, die zu der Behandlung geführt haben eine allgemeine Erhöhung der Problemlösefertigkeiten, um auch in Zukunft ähnliche Schwierigkeiten wirksam und aus eigener Kraft bewältigen zu können.
  • In der Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche ist es die Aufgabe des Therapeuten den jungen Patienten in ihren Erlebniswelten zu begegnen, Verständnis und Wertschätzung für ihre individuellen Lösungsversuche zu zeigen und bei Bedarf in dieser Welt neue Lösungen so zu erarbeiten, dass diese nach Möglichkeit selbständig und eigenmotiviert umgesetzt werden können. Dies ermöglicht eine Erhöhung der Selbstwirksamkeit, Zuversicht und Nachhaltigkeit der Zielerreichung.
  • Kinder -und Jugendliche besitzen in der Regel ausserordendliche Fähigkeiten zur Kreativitat im Denken und Handeln, diese als eine besondere Ressource im Therapieprozess unbedingt ihren Platz bekommen. Hier liegen Schwerpunkte im Spiel, Rollenspiel, Sandspiel, im Experimentieren, in der Bewegung und kreativen Ausdrücksweisen.


 

MÖGLICHES BEHANDLUNGSSPREKTRUM


  • Angststörungen (Phobien, andere Angststörungen)

  • Anhaltende psychische Auffälligkeiten nach Trennung / Scheidung

  • Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörungen (ADS/ADHS)

  • Anpassungsstörungen (kurzfristige Verhaltensveränderung aufgrund eines plötzlichen gravierenden Ereignis, z.B. Trennung der Eltern

  • Autismus

  • Bindungsstörungen (besondere Angst bei Kontaktaufnahme oder Distanzlosigkeit zu Fremden)

  • Depressionen ( z.B. Lustlosigkeit, Traurigkeit aber auch Aggression)

  • Einnässen (Enuresis)

  • Einkoten (Enkopresis)

  • Emotionale Störungen (Traurigkeit, Zurückgezogenheit)

  • Essstörungen (Magersucht, Bringe-Eating)

  • Lern- und Leistungsstörungen (Schulschwierigkeiten, extreme Hausaufgabensituationen)

  • Rechenstörungen/Dyskalkulie

  • Lese- und Rechtschreibstörungen/Legasthenie

  • Mutismus (verweigern von Reden in der Öffentlichkeit)

  • Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderlinepersönlichkeitsstörung)

  • Posttraumatische Belastungsstörungen

  • Nachbehandlung von Psychosen

  • Pubertätskrisen

  • Psychosomatische Erkrankungen z. B. Asthma oder Neurodermitis

  • Kinder in akuter Belastungssituation

  • Kontakt- und Beziehungsstörungen (zu Eltern, Freunden und anderen Personen)

  • Kopf- oder Bauchschmerzen ohne erkennbare organische Ursache

  • Regulationsstörungen (Schwierigkeiten von Säuglingen und Kleinkindern bzgl. Essen, Schlafen und Schreien)

  • Schlafstörungen

  • Schulabsentismus, Schulverweigerung, Schulangst

  • Selbstverletzendes Verhalten

  • Somatoforme Störungen (unklare körperliche Beschwerden)

  • Soziale Ängste und soziale Phobien

  • Sozialer Rückzug

  • Störungen des Sozialverhaltens/ Aggressiv-dissoziale Störungen/ oppositionelles Trotzverhalten

  • Stresssymptomatik

  • Suchtverhalten

  • Substanzmissbrauch

  • Ticstörungen

  • Traumatisierungen (Gewalt, sexueller Missbrauch, Unfall)

  • Trennungsängste

  • Zwangsstörungen